Am 17. September 2026 hat die Öffentlichkeitsfahndung der Kantonspolizei Bern nach Vorfällen beim Schweizer Cupfinal 2025 die nächste Stufe erreicht: Die Behörden veröffentlichten unverdeckte Bilder von zwei weiterhin unbekannten Personen. Sie werden dringend verdächtigt, am 1. Juni 2025 im Berner Wankdorfstadion Handlichtfackeln und Knallkörper innerhalb einer Menschenmenge gezündet zu haben. Nach Angaben der Polizei sollen sie damit schwere Verletzungen von Personen in ihrer unmittelbaren Umgebung in Kauf genommen haben. Ursprünglich richtete sich die Fahndung gegen vier Personen, zwei davon konnten inzwischen identifiziert werden. Die beiden verbliebenen Gesuchten sind weiterhin unbekannt, berichtet die Redaktion Bern Online unter Berufung auf die Mitteilung der Behörden.
Ausgangspunkt sind Vorfälle beim Cupfinal 2025 in Bern zwischen dem FC Biel-Bienne und dem FC Basel am Sonntag, 1. Juni 2025. Nach dem Einsatz von Pyrotechnik leitete die Kantonspolizei Bern umfangreiche Ermittlungen ein, befragte mehrere Zeuginnen und Zeugen und wertete Bild- sowie Videoaufnahmen aus. Auf diesem Material konnten laut Polizei vier mutmassliche Täter eindeutig bezeichnet werden, ihre Identitäten blieben jedoch zunächst ungeklärt. Die Regionale Staatsanwaltschaft Bern-Mittelland ordnete deshalb eine dreistufige Öffentlichkeitsfahndung an. Mehr als 15 Monate nach dem Cupfinal stehen nun noch zwei dieser Personen im Fokus der öffentlichen Suche.
Entscheidend ist der aktuelle Stand: Von ursprünglich vier öffentlich gesuchten Personen sind zwei identifiziert, zwei werden weiterhin gesucht.
Warum die Kantonspolizei Bern unverdeckte Fahndungsbilder veröffentlicht
Die Veröffentlichung der unverdeckten Aufnahmen erfolgte nicht unmittelbar nach dem Cupfinal. Zunächst versuchte die Polizei, die vier Beschuldigten mit den üblichen Ermittlungs- und Fahndungsmassnahmen zu identifizieren. Erst nachdem diese Bemühungen nach Angaben der Behörden nicht bei allen Personen zum Ziel geführt hatten, verfügte die Staatsanwaltschaft Bern-Mittelland die öffentliche Fahndung in mehreren Schritten.
Am 7. September 2026 kündigten Polizei und Staatsanwaltschaft die Öffentlichkeitsfahndung offiziell an. Die Behörden erklärten damals, bei der Auswertung des Materials seien vier mutmassliche Täter bezeichnet worden. Sollten innerhalb der vorgesehenen Frist keine ausreichenden Hinweise eingehen, sollten zunächst verdeckte und später unverdeckte Bilder veröffentlicht werden. Die Mitteilung der Kantonspolizei Bern vom 7. September 2026 nennt ausdrücklich den 10. September für die erste Bildveröffentlichung und den 17. September für eine mögliche Veröffentlichung ohne Verdeckung.
„Vier mutmassliche Täter [wurden] bezeichnet, jedoch vorerst nicht identifiziert.“
Kantonspolizei Bern, Mitteilung vom 7. September 2026.
Am 10. September folgten wie angekündigt verdeckte Fotos. Zu diesem Zeitpunkt waren die Identitäten der abgebildeten Personen nach Angaben der Polizei noch nicht geklärt. Die Staatsanwaltschaft setzte zugleich eine weitere Frist: Sollten innerhalb einer Woche keine Hinweise zur Identifikation eingehen, sollten am Donnerstag, 17. September, unverdeckte Aufnahmen publiziert werden. Die entsprechende Medienmitteilung vom 10. September 2026 dokumentiert diesen zweiten Schritt.
Die Veröffentlichung am 17. September war damit Teil eines zuvor festgelegten, stufenweisen Fahndungsverfahrens und keine kurzfristige Einzelentscheidung der Polizei.
Zwei der vier gesuchten Personen inzwischen identifiziert
Zwischen der Veröffentlichung der verdeckten Bilder und der nächsten Fahndungsstufe änderte sich die Lage. Die Identität von zwei der ursprünglich vier gesuchten Personen konnte geklärt werden. Die unverdeckte Veröffentlichung betrifft deshalb nicht mehr alle vier Beschuldigten, sondern ausschließlich die beiden Personen, deren Identität weiterhin unbekannt ist.
Die Kantonspolizei nennt in ihrer aktuellen Mitteilung keine öffentlich zugänglichen Einzelheiten dazu, wie die beiden anderen Personen identifiziert wurden. Sie macht auch keine Angaben dazu, ob die Identifizierten sich selbst meldeten oder aufgrund von Hinweisen beziehungsweise weiteren Ermittlungen ermittelt werden konnten. Fest steht lediglich, dass die Fahndung nach ihnen nicht mehr aufrechterhalten werden musste.
„Zwei Personen [bleiben] nach wie vor unbekannt.“
Kantonspolizei Bern, Mitteilung vom 17. September 2026.
Damit reduzierte sich die Fahndung nach Verdächtigen beim Cupfinal innerhalb einer Woche von vier auf zwei öffentlich gesuchte Personen. Für diese beiden ordnete die zuständige Staatsanwaltschaft die Veröffentlichung des unverdeckten Bildmaterials an.
Was beim Cupfinal 2025 im Wankdorf passiert sein soll
Der zugrunde liegende Vorfall ereignete sich am 1. Juni 2025 beim Cupfinal zwischen dem FC Biel-Bienne und dem FC Basel im Fussballstadion Wankdorf in Bern. Laut Kantonspolizei kam es während des Anlasses mehrfach zur Zündung von Handlichtfackeln und Knallpetarden. Die Ermittlungen konzentrieren sich auf Personen, die solche Gegenstände innerhalb des Stadions und inmitten einer Menschenmenge gezündet haben sollen.
Die Behörden formulieren den Verdacht konkret. Den beiden weiterhin Gesuchten wird nicht lediglich der Besitz von Pyrotechnik oder das Mitführen entsprechender Gegenstände vorgeworfen. Sie stehen laut Polizei unter dringendem Verdacht, Handlichtfackeln und Knallkörper in einer Menschenmenge gezündet und dadurch schwere Verletzungen umstehender Personen in Kauf genommen zu haben. Eine rechtskräftige Feststellung der individuellen strafrechtlichen Verantwortlichkeit enthält die Mitteilung nicht.
Für die Ermittlungen wertete die Kantonspolizei Bern umfangreiches Bildmaterial aus. Zusätzlich wurden nach Behördenangaben mehrere Zeuginnen und Zeugen befragt. Auf den Aufnahmen konnten vier Personen bestimmten Handlungen zugeordnet beziehungsweise als mutmassliche Täter bezeichnet werden, ohne dass ihre Namen zunächst bekannt waren.
Die Öffentlichkeitsfahndung dient in diesem Verfahren der Identifikation der Beschuldigten; veröffentlicht werden Bilder der Personen, deren Namen den Ermittlungsbehörden weiterhin fehlen.
Die zeitliche Abfolge zeigt zugleich, dass zwischen dem Ereignis und der Veröffentlichung der offenen Fotos mehr als ein Jahr liegt. Das Cupfinal fand am 1. Juni 2025 statt, die erste Ankündigung der Öffentlichkeitsfahndung erfolgte am 7. September 2026. Verdeckte Aufnahmen erschienen drei Tage später, unverdeckte Bilder der noch unbekannten Beschuldigten am 17. September 2026.
| Datum | Entwicklung im Fall |
|---|---|
| 1. Juni 2025 | Cupfinal FC Biel-Bienne gegen FC Basel im Wankdorf; Handlichtfackeln und Knallkörper werden laut Polizei innerhalb des Stadions gezündet |
| nach dem 1. Juni 2025 | Kantonspolizei Bern führt Ermittlungen, befragt Zeuginnen und Zeugen und wertet Bildmaterial aus |
| 7. September 2026 | Öffentlichkeitsfahndung nach vier mutmasslichen Tätern wird angekündigt |
| 10. September 2026 | Verdeckte Bilder der gesuchten Personen werden veröffentlicht |
| bis 17. September 2026 | Zwei der vier Personen werden identifiziert |
| 17. September 2026 | Unverdeckte Bilder der zwei weiterhin unbekannten Personen werden publiziert |
Wie die Öffentlichkeitsfahndung in Bern ablief
Die drei Schritte sind für die Einordnung des Falls zentral. Am Anfang stand nicht sofort die Veröffentlichung klar erkennbarer Gesichter. Die Staatsanwaltschaft Bern-Mittelland gab den Beschuldigten beziehungsweise Personen mit Kenntnissen über deren Identität zunächst die Möglichkeit, sich zu melden, bevor zunehmend weniger verdecktes Bildmaterial öffentlich gemacht wurde.
Der Ablauf lässt sich anhand der offiziellen Mitteilungen nachvollziehen:
- Am 7. September 2026 kündigten die Behörden die Öffentlichkeitsfahndung an und nannten die vier damals noch unbekannten Beschuldigten.
- Am 10. September wurden verdeckte Aufnahmen veröffentlicht, nachdem die Personen bis dahin nicht vollständig identifiziert worden waren.
- Für den Fall, dass auch diese Veröffentlichung nicht ausreichte, wurde bereits für den 17. September die nächste Stufe mit unverdeckten Aufnahmen angekündigt.
- Vor dem Ablauf dieser Frist konnten zwei Identitäten geklärt werden, weshalb deren offene Bilder nicht mehr veröffentlicht werden mussten.
- Für die beiden verbleibenden Personen ordnete die Staatsanwaltschaft die Publikation der unverdeckten Fahndungsbilder an.
Die aktuelle Veröffentlichung ist auf der Website der Kantonspolizei Bern aufgeschaltet. Nach Angaben der Behörde bleiben die Bilder dort bis auf Weiteres verfügbar. Wenn sich eine gesuchte Person meldet oder aufgrund eingehender Hinweise identifiziert werden kann, sollen die betreffenden Aufnahmen nach den notwendigen Abklärungen entfernt werden.
„Sollten sich die gesuchten Personen melden oder […] identifiziert werden, werden die Bilder […] entfernt.“
Kantonspolizei Bern, 17. September 2026.
Die Anordnung zur Veröffentlichung stammt von der Regionalen Staatsanwaltschaft Bern-Mittelland. Die Kantonspolizei führt die Fahndung durch und nimmt Hinweise entgegen. Diese Trennung ist für die genaue Darstellung relevant: Die Entscheidung über die aktuelle Veröffentlichung der unverdeckten Bilder wird in der Behördenmitteilung ausdrücklich der zuständigen Staatsanwaltschaft zugeschrieben.
Welche Hinweise die Kantonspolizei Bern jetzt sucht
Die Polizei bittet Personen um Kontakt, die konkrete Hinweise zur Identität der beiden noch unbekannten Beschuldigten geben können. Dafür nennt sie die Telefonnummer +41 31 303 25 31. Dieselbe Nummer war bereits während der früheren Stufen der Öffentlichkeitsfahndung veröffentlicht worden.
Für die laufende Kantonspolizei-Bern-Fahndung sind insbesondere Informationen relevant, die eine Identifizierung ermöglichen oder bereits vorhandene Ermittlungsansätze bestätigen können. Aus der Mitteilung ergibt sich kein Aufruf zu eigener Recherche oder Konfrontation der abgebildeten Personen. Hinweise sollen direkt an die Polizei gehen.
- Identität oder möglicher Name einer auf den offiziellen Fahndungsbildern gezeigten Person
- konkrete Informationen, die eine eindeutige Zuordnung der Person ermöglichen
- Beobachtungen mit nachvollziehbarem Bezug zum Cupfinal vom 1. Juni 2025
- Angaben, die von der Polizei im Rahmen ihrer Abklärungen überprüft werden können
Die Behörden veröffentlichen in der aktuellen Mitteilung keine zusätzlichen Angaben zum Alter, Wohnort oder zur Staatsangehörigkeit der Gesuchten. Auch Namen werden naturgemäss nicht genannt, weil gerade deren Identität Gegenstand der Fahndung ist. Für die Öffentlichkeit ist damit das von der Polizei publizierte Bildmaterial das entscheidende Identifikationsmerkmal.
Die Telefonnummer für Hinweise zur Identität der beiden Gesuchten lautet +41 31 303 25 31.
Fragen und Antworten zur Öffentlichkeitsfahndung der Kantonspolizei Bern
Warum veröffentlicht die Kantonspolizei Bern unverdeckte Fotos?
Die unverdeckten Fotos sind die letzte angekündigte Stufe der Öffentlichkeitsfahndung. Zuvor waren die vier ursprünglich gesuchten Personen trotz Ermittlungen nicht identifiziert worden. Am 10. September 2026 veröffentlichte die Polizei zunächst verdeckte Bilder. Nachdem bis zum 17. September noch zwei Identitäten ungeklärt waren, ordnete die Staatsanwaltschaft Bern-Mittelland die Veröffentlichung unverdeckter Bilder dieser beiden Personen an.
Wie viele Personen werden noch gesucht?
Aktuell werden zwei Personen öffentlich gesucht. Ursprünglich richtete sich das Verfahren gegen vier unbekannte Personen, die auf ausgewertetem Bildmaterial als mutmassliche Täter bezeichnet worden waren. Die Identität von zwei dieser vier Personen konnte inzwischen geklärt werden.
Was wird den beiden Gesuchten vorgeworfen?
Nach Angaben der Kantonspolizei Bern stehen sie unter dringendem Verdacht, beim Cupfinal am 1. Juni 2025 Handlichtfackeln und Knallkörper innerhalb des Stadions in einer Menschenmenge gezündet zu haben. Die Polizei erklärt, dadurch seien schwere Verletzungen der Personen in unmittelbarer Umgebung in Kauf genommen worden. Gegenstand der aktuellen Veröffentlichung ist ein laufendes Strafverfahren.
Bei welchem Spiel ereigneten sich die Vorfälle?
Die Vorfälle stehen im Zusammenhang mit dem Schweizer Cupfinal vom 1. Juni 2025 im Berner Wankdorfstadion. In diesem Final traf der FC Biel-Bienne auf den FC Basel. Die Polizei leitete im Anschluss umfangreiche Ermittlungen wegen der gezündeten Pyrotechnik ein.
Seit wann läuft die öffentliche Fahndung?
Die Ankündigung erfolgte am 7. September 2026. Am 10. September wurden verdeckte Bilder publiziert. Die unverdeckten Aufnahmen der beiden verbliebenen unbekannten Personen stellte die Kantonspolizei am 17. September 2026 online. Die Öffentlichkeitsfahndung in Bern befindet sich damit derzeit in der angekündigten offenen Bildstufe.
Wo sind die offiziellen Fahndungsbilder zu sehen?
Die Aufnahmen sind auf der offiziellen Website der Kantonspolizei Bern veröffentlicht. Die Behörde erklärt, dass sie dort bis auf Weiteres aufgeschaltet bleiben. Sobald eine gesuchte Person identifiziert ist oder sich selbst meldet, sollen die betreffenden Bilder nach entsprechenden Abklärungen entfernt werden.
Wohin können Hinweise gemeldet werden?
Hinweise zur Identität der beiden gesuchten Personen nimmt die Kantonspolizei Bern unter +41 31 303 25 31 entgegen. Die Nummer wird in der aktuellen Medienmitteilung ebenso genannt wie in den vorherigen Fahndungsstufen. Personen mit konkreten Informationen sollen sich direkt an die Polizei wenden.
Wer hat die Veröffentlichung der unverdeckten Bilder angeordnet?
Die Regionale Staatsanwaltschaft Bern-Mittelland hat die Veröffentlichung verfügt. Die Kantonspolizei Bern setzt die Öffentlichkeitsfahndung um, stellt das Bildmaterial auf ihrer Website bereit und nimmt Hinweise aus der Bevölkerung entgegen. Dieser Ablauf ist in den offiziellen Mitteilungen vom 7., 10. und 17. September dokumentiert.
Was passiert, wenn die beiden Personen identifiziert werden?
Nach Angaben der Kantonspolizei werden die veröffentlichten Bilder nach den entsprechenden Abklärungen entfernt, sobald sich die Gesuchten melden oder aufgrund eingehender Hinweise identifiziert werden können. Bei zwei der ursprünglich vier gesuchten Personen ist die Identität bereits geklärt. Die aktuelle öffentliche Suche konzentriert sich deshalb nur noch auf die beiden verbliebenen unbekannten Beschuldigten.
Verwendete Materialien: Kantonspolizei Bern, Medienmitteilungen vom 7., 10. und 17. September 2026, 20 Minuten, Watson, vom Nutzer bereitgestellte Ausgangsmaterialien.
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